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Das Problem einer jeder Modelleisenbahn, und dennoch wichtig für die Kontaktsicherheit!

Nun gibt es bekanntlich auch verschiedene Lösungen. Nachfolgend sind einige Reinigungsmethoden aufgeführt, die bei mir auf der Modellanlage im Einsatz sind. Dabei will ich auch einige Erfahrungen (Vor- und Nachteile) damit weitergeben.

 

-Die Reinigungslok von Fleischmann:

Die Reinigungslok von Fleischmann Die Schleifscheiben der Lok

Mit ihren rotierenden Schleifscheiben reinigt die Lokomotive auch härteste Verschmutzungen auf den Gleisen. Der Nachteil dabei ist, dass dieser Schleifvorgang auch die Gleiseoberfläche verletzt, und es dadurch zu erhöhter Schmutzablagerungen führen kann.

Tipp: Nur bei wirklichen Härtefällen einsetzten. Schmirgelscheiben sollen dabei regelmässig gewechselt werden. Diese verlieren in verschmutztem zustand, die Reinigungs / Schmirgelwirkung. Somit müsste im regelmässigen Betrieb ein guter Vorrat an Ersatzschleifscheiben vorhanden sein.

 

-Feuchtreinigungswagen:

Reinigungswagen im Einsatz Reinigungswagen im Einsatz

Das Prinzip des Feuchtreinigungswagen (zum Beispiel von Centerline) ist relativ einfach. In der Führung des "Wagenkastens" befindet sich eine Messingrolle, die mit einem Filz überzogen ist. Dieser Filz wird vor der Reinigung mit Schienenreinigungsfluid getränkt. Wenn sich nun der Zug in Bewegung setzt, rollt diese Rolle auch mit. Dadurch dass sich diese in der Führung frei bewegen kann, gibt es eine unregelmässige Abrollbewegung, somit werden die Schienen gereinigt.

Dieses Prinzip hat sich bei mir auf der Modellanlage sehr bewährt. Ein Nebeneffekt ist dabei, dass auch die Radsätze der nachfolgend angehängten Wagen gereinigt werden. Wichtig ist einfach die regelmässige Benutzung des Wagens.

Vorteil: Durch den Reinigungsvorgang werden bei dieser Variante, die Gleise nicht verletzt. Reinigungsfilz kann ausgespühlt werden und verbleibt daher längere Zeit auf der Messingrolle.

 

-Trix Reinigungswagen (System Jörger):

Mit anwachsen der Modellanlage, steigen natürlich auch die Anforderungen der Reinigung, was bedeutet, ein Schienenreinigungswagen der im Dauereinsatz sein kann ist zu wenig. So habe ich bei der Aufstockung meiner Schienenreinigungsflotte, den Trix Schienenreinigungswagen dazu gekauft. Auch dieser wagen verspricht mit seinem Filz, eine schonende und effiziente Reinigung, der Gleise.

 

Reinigungswagen von Minitrix (System Jörger)


Mit diesem Filz werden die Verunreinigungen "wegpoliert". Es kann sowohl trocken, als auch nass damit gereinigt werden. Die Reinigungskraft ist sehr überzeugend, und wenn nach ca. einer Betriebsstunde, der Filz, mit schmutz gesättigt ist, heisst dies zwar, diesen auszuwechseln, jedoch muss er nicht entsorgt werden, sondern kann durchaus einfach ausgewaschen werden. Dies macht eine Mehrfachverwendung möglich. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass dieser Wagen nicht zu viel auf den selben Gleisen verkehrt, denn das erwähnte Polieren der Gleise kann durchaus dazu führen, dass die Schienen eine sehr glatte Oberfläche erhalten. Damit verlieren jedoch die Lokomotiven, insbesondere in Rampen, schneller ihre Haftung und können somit nicht mehr mit einer vollen Zugkraft glänzen.

Vorteil: Schienen werden nicht verletzt. Der Poliereffekt in massen kann sogar bewirken, dass der Schmutz nicht mehr so schnell an den Gleisen haften bleibt. Allerdings zu stark polierte Schienen bringen das Problem mit sich, dass Räder von Lokomotiven durchdrehen können.

 

-Lux Gleisstaubsaugerwagen

Beim Gleisstaubsauger handelt es sich nicht um eine Reinigungsmethode für die Reinigung der Schienenköpfe. Er ist vielmehr geeignet zur Beseitigung loser Staub- und Schmutzpartikel. Erfahrungsgemäss sind es gerade diese Schmutzablagerungen aus der Umluft und dem Geländebau, die eine sichere Funktion der feinmechanischen Bauteile in Lokomotiven und Wagen (Getriebe, Kuppelstangen, Achslager, Stromkontakte etc.) beeinträchtigen.

 

Seitenansicht Lux Gleisstaubsaugerwagen Ansicht von unten mit Schmutzansaug

 

Mit diesem Staubsauger wird die gesamte Schienenbettung gereinigt. Dabei ist zu beachten, dass der Zug nicht zu schnell unterwegs ist, denn dies beeinträchtigt die Reinigungswirkung. Allerdings sollte beim Staubsaugen auf jedenfall mehrmals der selbe Gleisabschnitt befahren werden. Durch den Einsatz dieses Schienenfahrzeuges können auch unzugängliche Stellen wie Tunnelstrecken, Schattenbahnhöfe und fahrleitungsüberspannte Gleisanlagen problemlos gereinigt werden.

Bei stellen, wo frisch begrünt wurde, kann es sein, dass dieser Schienenstaubsauger etwas Mühe mit den Grasflocken bekundet (selbiges Phänomen, wie bei Haushaltsstaubsaugern, mit Tierhaaren). Hier wird daher erstmal mit einem normalen Staubsauger gereinigt. Es ist dennoch gewaltig, was dieser winzling noch alles findet!

Regelmässig sind im Schmutzbehälter Grasflocken, Schottersteinchen, und natürlich Staub zu finden. Das Getriebe jeder Lokomotive schnauft bei diesem Anblick daher auf.

 

Schmutzbehälterinhalt: Grasflocken, Schotter und Staub

 

 

Nachteil: Das Gerät ist relativ laut. Überdies: Wer das Geräusch beim Zahnartzt nicht mag (Bohren), wird sicherlich keine Freude an diesem Wagen haben, und ihn nur kurz Einsetzen wollen...

Leider ist auch die Kontaktsicherheit der Stromabnahme über die Gleise etwas empfindlich. Daher kommt ab und an vor, dass kurze Aussetzter die Folge sind. Damit kann aber gelebt werden, da der Wunsch zum ausschalten schnell kommt, wegen der Geräuscheentwicklung (siehe oben).

   

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